Category: Leitsätze zur Entspannung

  • Einführung

    Hari Om
    In den vergangenen drei Jahren, haben wir jeweils zu Beginn eines Monates eine Tugend (ITY) von Swami Sivananda, zusammen mit Fragen für das spirituelle Tagebuch, vorgestellt. Neu möchten wir uns den Leitsätzen widmen, die Swami Satyananda in seinem Klassiker ‘A Systematic Course in the Ancient Tantric Techniques of Yoga and Kriya’ definierte. Die Leitsätze dienen dazu, mentale Muster, die zu Konflikten und Verspannungen führen, mit positiven Einstellungen auszugleichen.

    Die Wissenschaft und Kunst der Entspannung
    Im ersten Kapitel des Buches (Thema 5) erklärt Swami Satyananda die yogische Sicht über Entspannung:

    „Entspannung ist eine Kunst, für die es verschiedene Übungengibt, die man erlernen und nutzen kann, um Geist und Körper zu entspannen und dem Leben einen Ausdruck des Wohlbefindens zu verleihen. Entspannung ist aber auch eine Wissenschaft, weil sie auf soliden wissenschaftlichen Fakten basiert.
    […]
    Entspannung ist im Leben von uns allen unentbehrlich. Mit Entspannung ist gemeint, Spannungen im Körper und Geist für eine bestimmte Dauer loszulassen um vollständige Erholung und Regeneration zu erlangen. Dies ist eigentlich die Aufgabe des Schlafes, aber wegen des spannungsgeladenen Lebens, das die meisten Menschen während des Tages führen, kann der Schlaf seine Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen. Viele Menschen können sich selbst im Schlaf nicht entspannen – sie fahren fort, sich Sorgen zu machen und zu versuchen, ihre Probleme zu lösen. Dies führt nicht zur Erholung, die Körper und Geist benötigen. Sie wachen am Morgen auf, sind immer noch erschöpft und bleiben es auch während des Tages. Es ist ein heimtückischer Kreislauf – weil sie am Abend, immer wieder mit den angehäuften Spannungen des Tages und der Erschöpfung der vergangenen Nächte mit unzureichendem Schlaf, zu Bett gehen. Es ist kein Wunder, dass viele Menschen am Wochenende einen grossen Teil ihrer Zeit schlafend verbringen – sie benötigen es. Aus diesem Grund sollte der moderne Mensch systematische Techniken nutzen können, die Entspannung herbeiführen. Schlaf ist immer noch notwendig, aber er muss mit Techniken ergänzt werden, die schnell und wirksam Sorgen und Stress beseitigen.“

    Wir alle kennen diese Techniken, es sind Yoga Nidra und Shavasana gemeint. Viele von uns führen sie regelmässig aus, vielleicht sogar täglich, und trotzdem erleben wir immer noch Verspannungen und die daraus resultierenden negativen Symptome in Körper und Geist. Swami Satyananda erklärt im selben Artikel weiter:

    „Nun haben wir aber ein Problem. Während der beschriebenen Entspannungsübung hast du Stille erfahren und deinen Körper ausgeruht. Aber zehn Minuten später triffst du jemanden, den du überhaupt nicht magst. Deine Ruhe und dein Wohlbefinden lösen sich umgehend auf. Adrenalin wird ausgeschüttet. Du wirst wieder zu deinem verzerrten „normalen“ Selbst: depressiv, zornig, aggressiv und angespannt. Dein Geist ist darauf programmiert, in dieser Art und Weise zu reagieren. Du hast keine andere Wahl, als wütend zu werden, wenn du diese Person triffst.
    […]
    Die Grundursache für Verspannungen liegt in unserem falschen Denken über unsere Mitmenschen und unsere Umgebung. Unsere Art zu denken harmoniert nicht mit unserem äusseren Umfeld. Dies resultiert in Interessenkonflikten zwischen uns und anderen Personen. Unser Innenleben stimmt nicht mit unserem tatsächlichen Existenzmuster überein. In anderen Worten: Wir leben wie ein Fisch ausserhalb des Wassers, ständig kämpfen wir gegen unsere Umgebung, anstatt mit dem Leben zu verschmelzen und zu fliessen.
    […]
    Normalerweise kann ein Individuum nur beschränkt Einfluss auf seine Umgebung nehmen, daher muss die Veränderung, die Harmonie bringt, von innen kommen. Namentlich in der inneren Einstellung zum Leben und zu anderen Personen. Wenn du friedlich mit deiner Umgebung koexistierst und dich nicht länger absonderst, dann lösen sich Verspannungen auf, du beginnst dich zu entspannen.“

    Die Grundursache von Anspannung
    Im zweiten Kapitel des Buches (Thema 7) stellt Swami Satyananda eine Methode vor, um Denkmuster zu ändern und die innere Einstellung zu Lebenssituationen ins Positive zu wandeln, mit dem Ziel, längerfristig dauerhaftere Entspannung und Gleichmut im Leben zu erreichen. Er beschreibt sie wie folgt:

    „Es ist eine Methode, die auf den ersten Blick wie ein moralischer Kodex oder eine Belehrung erscheint. Sie ist jedoch nur ein Mittel zum Zweck. Es ist ein Werkzeug, um etwas dauerhaftere Entspannung in das Leben eines Menschen zu bringen, so dass er schließlich damit beginnen kann, die innere Dimension seines Geistes zu erforschen und die eigentliche Ursache von Anspannung aufzulösen.
    […]
    Die formulierten Leitsätze sind nicht belehrend gemeint. Sie sind ein Mittel zum Zweck. Um es nochmals zu betonen, es sind Vorschläge, mit denen du beginnen kannst, deine Einstellung zu Lebenssituationen bewusst zu ändern. Sie dienen dazu, dass du dich ausreichend entspannen kannst, um schließlich durch Meditationsübungen in deinen Geist einzutauchen und die tieferen, negativen Aspekte deiner mentalen Natur aufzulösen. Die Leitsätze sollen nicht deinen Lebensstil ändern, und wir raten dir davon ab, dass du sie dir ständig aufzwingst. Erinnere dich einfach in deinem Alltag an sie. Ihre Anwesenheit wird dich von innen, sozusagen aus deinen unterbewussten “Einstellungszentren”, unterstützen.“

    Diese Leitsätze, zusammen mit Fragen für das spirituelle Tagebuch, werden wir euch Schritt für Schritt in den kommenden Monaten vorstellen.

    Februar – Leitsatz 1
    „Bemühe dich, andere Menschen vollständig zu akzeptieren. Versuche, sie nicht hauptsächlich als Objekte für deine eigenen Vorteile zu benutzen. Versuche, andere so zu akzeptieren wie sie sind, da auch sie entsprechend ihrer mentalen Konditionierung handeln. Was du siehst, ist nur eine äußere Manifestation ihres mentalen Programms. In dieser Hinsicht sind sie nicht anders als du selbst, es unterscheidet sich lediglich die Programmierung. Du bist dir jetzt deiner Abhängigkeit von deiner mentalen Konditionierung bewusst, und sie haben es vielleicht noch nicht wahrgenommen. Wenn du die Anderen besser akzeptieren kannst, dann werden wiederum sie beginnen, dich zu akzeptieren. Lache über dich selbst, über dein Verhalten und über deine Eskapaden.“

    Fragen für das spirituelle Tagebuch
    • Wie stark war heute deine Akzeptanz gegenüber anderen Menschen? Bestimme einen Wert von 1-10.
    • Gab es eine bestimmte Situation mit einem Menschen, welche dich negativ, gereizt oder wütend gemacht hat?
    • Bestimme das genaue Gefühl, das du erlebst, wenn du an diese Situation zurückdenkst.
    • Was fällt dir als erstes ein, wenn du wieder an diesen Menschen denkst?
    • Zähle nun von diesem Menschen alle positiven Qualitäten auf, die dir einfallen.
    • Zum Abschluss kannst du einen Sankalpa machen, dich von nun an auf die positiven Qualitäten dieses Menschen zu konzentrieren.

     

    Quelle: Das Buch ‘A Systematic Course in the Ancient Tantric Techniques of Yoga and Kriya’  findest du auf satyamyogaprasad.net – der Artikel ‘Die Wissenschaft und Kunst der Entspannung’ beginnt ab Seite 29 und der Artikel ‘Die Grundursache von Anspannung’ ab Seite 58.

  • In Andere hineinversetzen

    Swami Satyananda: “Versuche dich in die Lage der Anderen zu versetzen. Anstatt blind gemäß deiner Programmierung zu reagieren, versuche den Standpunkt der anderen Person zu verstehen. Es kann beispielsweise sein, dass du wütend wirst, wenn eine Person die Tür nicht schließt. Anstatt dich der Emotion von Wut hinzugeben, frage dich, warum sie die Tür offengelassen hat. Vielleicht war sie in Eile. Vielleicht war sie gedankenverloren. Vielleicht ist es Teil ihrer mentalen Programmierung, Türen stets offen zu lassen. Vielleicht ist sie in einem Haus aufgewachsen, das gar keine Türen hatte. Sei dir auch bewusst, dass es deine Programmierung ist, wütend zu werden, wenn jemand die Tür offenlässt. Erkenne wie du vollkommen automatisch reagierst. Versuche, dein Reagieren anzupassen, dass Türen, die offen gelassen werden, nicht zu emotionalen Verstimmungen führen. Wende dies auch auf andere Situationen in deinem Leben an.”

    Fragen für das spirituelle Tagebuch

    • War ich mir heute meiner Reaktionen auf äussere Einflüsse bewusst? Bestimme einen Wert von 1-10.
    • Hat ein anderer Mensch durch seine Handlungen negative Reaktionen in mir ausgelöst?
    • Beschreibe diese Reaktion und ergründe, wodurch sie genau ausgelöst wurde (z. Bsp. Glaubenssätze, Gefühle der Benachteiligung, Unverständnis etc.).
    • Versuche dich in die andere Person hinein zu versetzen und zu erkennen, wieso sie in dieser Situation so gehandelt hat und wie sie selbst die Situation erlebt haben mag?
    • Gelingt es dir, beide Seiten (deine eigene und die des Mitmenschen) in Frieden und mit einem guten Gefühl coexistieren zu lassen?

    Erinnere dich an Swami Satyanandas Worte: “Die Leitsätze, die wir formuliert haben, sind nicht belehrend gemeint. Sie sind ein Mittel zum Zweck. Um es nochmals zu betonen, es sind Vorschläge, mit denen du beginnen kannst, deine Einstellung zu Lebenssituationen bewusst zu ändern. Sie dienen dazu, dass du dich ausreichend entspannen kannst, um schließlich durch Meditationsübungen in deinen Geist einzutauchen und die tieferen, negativen Aspekte deiner mentalen Natur aufzulösen.

    Die Leitsätze sollen nicht deinen Lebensstil ändern und wir raten dir davon ab, dass du sie dir ständig aufzwingst. Erinnere dich einfach in deinem Alltag an sie. Ihre Anwesenheit wird dich von innen heraus, sozusagen aus deinen unterbewussten “Einstellungszentren”, unterstützen.”

     

    Quelle: Das Buch ‘A Systematic Course in the Ancient Tantric Techniques of Yoga and Kriya’  findest du auf satyamyogaprasad.net – der Artikel ‘Die Wissenschaft und Kunst der Entspannung’ beginnt ab Seite 29 und der Artikel ‘Die Grundursache von Anspannung’ ab Seite 58.

  • Schwierige Situationen

    Swami Satyananda: “Stelle dich schwierigen Situationen. Normalerweise gestalten wir unser Leben so, dass wir mit Menschen, die wir nicht mögen, so wenig wie möglich zu tun haben. Wir versuchen ständig, uns mit Menschen und Situationen zu verbinden, die mit unserer emotionalen Programmierung übereinstimmen. Auf diese Weise leben wir immerfort entsprechend unserer individuellen Vorurteile. Sehe und behandle schwierige Situationen und Feinde als deine größten Lehrer. Sie können uns am deutlichsten zeigen, wie unser mentales Programm funktioniert. Es sind unsere Feinde, die unsere emotionalen Konflikte und Vorurteile an die Oberfläche bringen. Die wenigsten von uns sind sich ihrer Programmierung und Konditionierung wirklich bewusst. Wenn wir sie erkennen, können wir beginnen, damit zu arbeiten.”

     

    Fragen für das spirituelle Tagebuch

    • Konnte ich heute meinen Mitmenschen verständnisvoll und gelassen begegnen? Bestimme einen Wert von 1-10.
    • Haben sich mir Vorurteile gegenüber einem bestimmten Menschen gezeigt?
    • Benenne diese Vorurteile und versuche zu erkennen, woher sie stammen (Erziehung, vorangegangene Erfahrungen, Glaubenssätze etc.).
    • Mit welcher inneren Haltung könnte ich diesem Menschen in Zukunft begegnen, um den Konflikt zu überwinden?
    • Was könnte eine praktische Massnahme (ein klärendes Gespräch, eine verzeihende Geste etc.) sein, um die Beziehung zu diesem Menschen harmonischer werden zu lassen?
    • Nimm dir einen Moment Zeit und setze dich ruhig hin. Erinnere dich nochmals an die schwierige Situation und den darin involvierten Menschen. Nutze nun deine Vorstellungskraft und verändere diese Situation in deinem Geiste so, dass du diesem Mitmenschen mit Freundlichkeit, Gelasseheit und Verständnis begegnest. Betrachte all die unterschiedlichen Empfindungen, die du dabei erlebst.

    Erinnere dich an Swami Satyanandas Worte: “Die Leitsätze, die wir formuliert haben, sind nicht belehrend gemeint. Sie sind ein Mittel zum Zweck. Um es nochmals zu betonen, es sind Vorschläge, mit denen du beginnen kannst, deine Einstellung zu Lebenssituationen bewusst zu ändern. Sie dienen dazu, dass du dich ausreichend entspannen kannst, um schließlich durch Meditationsübungen in deinen Geist einzutauchen und die tieferen, negativen Aspekte deiner mentalen Natur aufzulösen.

    Die Leitsätze sollen nicht deinen Lebensstil ändern und wir raten dir davon ab, dass du sie dir ständig aufzwingst. Erinnere dich einfach in deinem Alltag an sie. Ihre Anwesenheit wird dich von innen heraus, sozusagen aus deinen unterbewussten “Einstellungszentren”, unterstützen.”

     

    Quelle: Das Buch ‘A Systematic Course in the Ancient Tantric Techniques of Yoga and Kriya’  findest du auf satyamyogaprasad.net – der Artikel ‘Die Wissenschaft und Kunst der Entspannung’ beginnt ab Seite 29 und der Artikel ‘Die Grundursache von Anspannung’ ab Seite 58.

  • Das Potential anderer

    Swami Satyananda: “Denke daran, dass jeder Mensch das Potenzial hat, höhere Ebenen von Bewusstheit zu erlangen. Die gegenwärtige Verhaltensweise eines Menschen gegenüber seiner Umwelt oder dir, wird durch mentale Programme bestimmt. Seine gegenwärtige Lebensweise ist vorübergehend und wird sich ändern und harmonischer werden, sobald er beginnt, sich selbst und seinen Geist zu verstehen. Jeder von uns hat unausgeschöpftes Potential, welches nur darauf wartet, sich zu entfalten. Versuche, dieses Potenzial in allen Menschen zu sehen, egal wie schwierig es auch sein mag.”

    Fragen für das spirituelle Tagebuch

    • Konnte ich heute meinen Mitmenschen urteilsfrei begegnen? Bestimme einen Wert 1-10.
    • In welchen Momenten haben sich Vorurteile gezeigt?
    • Bei welchen Menschen fiel es mir schwer, ihnen unvoreingenommen zu begegnen?
    • Benenne die Vorurteile, die sich gezeigt haben und versuche zu erkennen, woher sie stammen.
    • In welchen Situationen gelingt es mir spontan und offen auf meine Umgebung zuzugehen? Was zeichnet diese Situationen aus?
    • Setze dich für einen Moment ruhig hin und erinnere dich nochmals an eine Situation, in der sich dir Vorurteile gegenüber einem Mitmenschen gezeigt haben. Nutze nun deine Vorstellungskraft und verändere diese Situation in deinem Geiste, so dass du diesem Mitmenschen mit der inneren Haltung von Offenheit, Herzlichkeit und Spontanität begegnest. Betrachte die Empfindungen, die du dabei erlebst.

    Erinnere dich an Swami Satyanandas Worte: “Die Leitsätze, die wir formuliert haben, sind nicht belehrend gemeint. Sie sind ein Mittel zum Zweck. Um es nochmals zu betonen, es sind Vorschläge, mit denen du beginnen kannst, deine Einstellung zu Lebenssituationen bewusst zu ändern. Sie dienen dazu, dass du dich ausreichend entspannen kannst, um schließlich durch Meditationsübungen in deinen Geist einzutauchen und die tieferen, negativen Aspekte deiner mentalen Natur aufzulösen.

    Die Leitsätze sollen nicht deinen Lebensstil ändern und wir raten dir davon ab, dass du sie dir ständig aufzwingst. Erinnere dich einfach in deinem Alltag an sie. Ihre Anwesenheit wird dich von innen heraus, sozusagen aus deinen unterbewussten “Einstellungszentren”, unterstützen.”

     

    Quelle: Das Buch ‘A Systematic Course in the Ancient Tantric Techniques of Yoga and Kriya’  findest du auf satyamyogaprasad.net – der Artikel ‘Die Wissenschaft und Kunst der Entspannung’ beginnt ab Seite 29 und der Artikel ‘Die Grundursache von Anspannung’ ab Seite 58.

  • Identifikation loslassen

    Swami Satyananda: “Identifiziere dich nicht vollständig mit deinen Handlungen, deinem Körper oder deinem Verstand. Auch wenn du versuchst, deinen Verstand zu verändern, ist er nur ein Teil von dir. Er ist nicht dein Bewusstsein, der Beobachter, der alle Ereignisse sieht, die in deinem Leben geschehen. Die meisten von uns identifizieren sich vollständig mit dem Verstand und dem Körper. Wir ignorieren das Bewusstsein, das hinter all dem, was wir tun, liegt. Klären wir unseren Geist und Körper, beginnen wir dieses zugrundeliegende Bewusstsein zu erkennen und uns mit ihm zu identifizieren.”

     

    Fragen für das spirituelle Tagebuch
    • Wie gut ist es mir heute gelungen, ein neutraler Beobachter zu sein? Bestimme einen Wert 1-10.
    • In welchen Bereichen meines Alltags gelingt es mir einfacher, wertfrei zu beobachten?
    • Wie wirkt sich die Beobachter Haltung auf mein mentales/emotionales Befinden aus?
    • Setze dich einen Moment hin, schliesse die Augen und erinnere dich an einen Moment, in dem du Frieden und Stille erfahren hast. Lass diese Stimmung nochmals lebendig werden, bis sie dein ganzes Wesen einnimmt.

    Erinnere dich an Swami Satyanandas Worte: “Die Leitsätze, die wir formuliert haben, sind nicht belehrend gemeint. Sie sind ein Mittel zum Zweck. Um es nochmals zu betonen, es sind Vorschläge, mit denen du beginnen kannst, deine Einstellung zu Lebenssituationen bewusst zu ändern. Sie dienen dazu, dass du dich ausreichend entspannen kannst, um schließlich durch Meditationsübungen in deinen Geist einzutauchen und die tieferen, negativen Aspekte deiner mentalen Natur aufzulösen.

    Die Leitsätze sollen nicht deinen Lebensstil ändern und wir raten dir davon ab, dass du sie dir ständig aufzwingst. Erinnere dich einfach in deinem Alltag an sie. Ihre Anwesenheit wird dich von innen heraus, sozusagen aus deinen unterbewussten “Einstellungszentren”, unterstützen.”

     

    Quelle: Das Buch ‘A Systematic Course in the Ancient Tantric Techniques of Yoga and Kriya’  findest du auf satyamyogaprasad.net – der Artikel ‘Die Wissenschaft und Kunst der Entspannung’ beginnt ab Seite 29 und der Artikel ‘Die Grundursache von Anspannung’ ab Seite 58.

  • Bedürfnisse

    Swami Satyananda: “Erkenne deine größten Bedürfnisse, Anhaftungen, Wünsche usw. Sei so kritisch, wie nur möglich. Eine gute Methode, um deine Anhaftungen zu entdecken, ist es, die Ursache deines momentanen Ärgers oder deiner momentanen Unzufriedenheit bis zur Quelle zurückzuverfolgen. Dort wirst du die emotionale und mentale Einstellung finden, die zur Störung geführt hat. Achte besonders darauf, wie du auf Menschen reagierst, die du nicht magst oder mit denen du nicht zurechtkommst. Diese Personen werden dir helfen, deine emotionalen Blockaden zu erkennen und eventuell sogar sie aufzulösen. Betrachte die ganze Welt und jeden darin als deinen Lehrer.”

    Fragen für das spirituelle Tagebuch
    • Habe ich heute Ärger, Irritation oder Enttäuschung erlebt?
    • Wenn ja, beschreibe die Situation in wenigen Stichworten.
    • Gab es in dieser Situation Erwartungen, Bedürfnisse und Anhaftungen von mir?
    • Was wäre geschehen, hätte ich meine Erwartungen und Anhaftungen losgelassen?
    • Zähle drei erhebende Tatsachen oder erfüllende Momente des heutigen Tages auf.

    Erinnere dich an Swami Satyanandas Worte: “Die Leitsätze, die wir formuliert haben, sind nicht belehrend gemeint. Sie sind ein Mittel zum Zweck. Um es nochmals zu betonen, es sind Vorschläge, mit denen du beginnen kannst, deine Einstellung zu Lebenssituationen bewusst zu ändern. Sie dienen dazu, dass du dich ausreichend entspannen kannst, um schließlich durch Meditationsübungen in deinen Geist einzutauchen und die tieferen, negativen Aspekte deiner mentalen Natur aufzulösen.

    Die Leitsätze sollen nicht deinen Lebensstil ändern und wir raten dir davon ab, dass du sie dir ständig aufzwingst. Erinnere dich einfach in deinem Alltag an sie. Ihre Anwesenheit wird dich von innen heraus, sozusagen aus deinen unterbewussten “Einstellungszentren”, unterstützen.”

     

    Quelle: Das Buch ‘A Systematic Course in the Ancient Tantric Techniques of Yoga and Kriya’  findest du auf satyamyogaprasad.net – der Artikel ‘Die Wissenschaft und Kunst der Entspannung’ beginnt ab Seite 29 und der Artikel ‘Die Grundursache von Anspannung’ ab Seite 58.

  • Gewohnheiten beobachten

    Swami Satyananda: „Beobachte deine gewohnheitsmäßigen Reaktionen – sowohl in Bezug auf die Menschen um dich herum als auch auf deine Umgebung. Beobachte, wie deine Anhaftung an die äußeren Umstände zu so viel Unzufriedenheit führen kann. Versuche dein Bedürfnis, Glück in äußeren Dingen zu finden, zu reduzieren. Das bedeutet nicht, dass du äußeren Reizen nicht folgen sollst, denn das würde zu einer Unterdrückung führen. Die bringt mehr Schaden als Nutzen. Führe dein Leben so weiter, wie bis anhin. Aber wenn du etwas möchtest und es nicht bekommst, dann akzeptiere es mit einem Achselzucken und mit einem Gefühl der Losgelöstheit.”

     

    Fragen für das spirituelle Tagebuch
    • Haben sich mir heute Erwartungen (an mich oder mein Umfeld) gezeigt?
    • Wenn ja, benenne sie oder beschreibe sie mit 2-3 Stichworten.
    • Sind durch diese Erwartungen Spannungen entstanden?
    • Konnte ich die Erwartungen wieder loslassen?
    • Konnte ich mich mit einem inneren Gefühl der Zufriedenheit verbinden?

    Erinnere dich an Swami Satyanandas Worte: “Die Leitsätze, die wir formuliert haben, sind nicht belehrend gemeint. Sie sind ein Mittel zum Zweck. Um es nochmals zu betonen, es sind Vorschläge, mit denen du beginnen kannst, deine Einstellung zu Lebenssituationen bewusst zu ändern. Sie dienen dazu, dass du dich ausreichend entspannen kannst, um schließlich durch Meditationsübungen in deinen Geist einzutauchen und die tieferen, negativen Aspekte deiner mentalen Natur aufzulösen.

    Die Leitsätze sollen nicht deinen Lebensstil ändern und wir raten dir davon ab, dass du sie dir ständig aufzwingst. Erinnere dich einfach in deinem Alltag an sie. Ihre Anwesenheit wird dich von innen heraus, sozusagen aus deinen unterbewussten “Einstellungszentren”, unterstützen.”

     

    Quelle: Das Buch ‘A Systematic Course in the Ancient Tantric Techniques of Yoga and Kriya’  findest du auf satyamyogaprasad.net – der Artikel ‘Die Wissenschaft und Kunst der Entspannung’ beginnt ab Seite 29 und der Artikel ‘Die Grundursache von Anspannung’ ab Seite 58.

  • Selbstakzeptanz

    Swami Satyananda: „Akzeptiere dich selbst. Sei dir bewusst, dass deine Handlungen das Ergebnis deiner mentalen Beschaffenheit sind. Mach dir deshalb keine Sorgen über deine Schwächen und Probleme. Akzeptiere deine Grenzen und spüre gleichzeitig das Bedürfnis, den Geist von seinen Konflikten zu befreien. Es ist unsere Unfähigkeit, uns selbst zu akzeptieren, die so viel Kummer und Leid im Leben verursacht.”

     

    Fragen für das spirituelle Tagebuch
    • Wie stark war deine Selbstakzeptanz heute? Bestimme einen Wert von 1-10.
    • Gab es eine Situation, in der du dich verurteilt hast oder unzufrieden mit dir warst?
    • Welche Gefühle erlebst du, wenn du an diese Situation zurückdenkst?
    • Bestimmt haben sich in der Situation auch positive Qualitäten von dir gezeigt? Benenne alle, die du erkennen kannst.
    • Kannst du diese Qualitäten wertschätzen und sie in den Vordergrund stellen?
    • Mache einen Sankalpa, dich auf deine positiven Qualitäten zu konzentrieren.

    Erinnere dich an Swami Satyanandas Worte: “Die Leitsätze, die wir formuliert haben, sind nicht belehrend gemeint. Sie sind ein Mittel zum Zweck. Um es nochmals zu betonen, es sind Vorschläge, mit denen du beginnen kannst, deine Einstellung zu Lebenssituationen bewusst zu ändern. Sie dienen dazu, dass du dich ausreichend entspannen kannst, um schließlich durch Meditationsübungen in deinen Geist einzutauchen und die tieferen, negativen Aspekte deiner mentalen Natur aufzulösen.

    Die Leitsätze sollen nicht deinen Lebensstil ändern und wir raten dir davon ab, dass du sie dir ständig aufzwingst. Erinnere dich einfach in deinem Alltag an sie. Ihre Anwesenheit wird dich von innen heraus, sozusagen aus deinen unterbewussten “Einstellungszentren”, unterstützen.”

     

    Quelle: Das Buch ‘A Systematic Course in the Ancient Tantric Techniques of Yoga and Kriya’  findest du auf satyamyogaprasad.net – der Artikel ‘Die Wissenschaft und Kunst der Entspannung’ beginnt ab Seite 29 und der Artikel ‘Die Grundursache von Anspannung’ ab Seite 58.

  • Im Jetzt

    Swami Satyananda: “Versuche, im Jetzt zu leben. Lebe nicht in der Vergangenheit, indem du dich über das sorgst, was bereits geschehen ist, oder indem du angenehme Erlebnisse aus der Vergangenheit noch einmal durchlebst. Nimm die Zukunft nicht vorweg. Pläne können gemacht werden, aber sehe die Planung als Teil des gegenwärtigen Moments und nicht als Teil der Zukunft. Versuche jeden Moment, jeden gegenwärtigen Augenblick, so intensiv wie nur möglich zu leben, indem du deine volle Aufmerksamkeit dem Jetzt widmest. Auf diese Weise wirst du beginnen, in vollen Zügen zu leben. Was auch immer du tust, von der Morgentoilette bis zum Essen, vom Bodenwischen bis zum Geldverdienen, versuche nicht daran zu denken, wann die Tätigkeit beendet sein wird. Genieße jede deiner Beschäftigungen zu dem Zeitpunkt, in dem du sie ausführst. Versuche die Tatsache zu genießen, dass du existierst und dass in jeder deiner Handlungen ein Ausdruck deiner Existenz liegt.”

    Fragen für das spirituelle Tagebuch
    • Wie gut konnte ich heute gegenwärtig – im Jetzt – sein? Bestimme einen Wert 1-10.
    • Wie erfahre ich mich und mein Leben, wenn ich vollkommen gegenwärtig bin?
    • Was, wer oder welche Situationen lenkten mich vom gegenwärtigen Moment ab?
    • Konnte ich meinen Zustand akzeptieren, wenn ich vom Jetzt abgelenkt wurde?
    • Erinnere dich an drei Momente, in denen du gelacht hast.

    Erinnere dich an Swami Satyanandas Worte: “Die Leitsätze, die wir formuliert haben, sind nicht belehrend gemeint. Sie sind ein Mittel zum Zweck. Um es nochmals zu betonen, es sind Vorschläge, mit denen du beginnen kannst, deine Einstellung zu Lebenssituationen bewusst zu ändern. Sie dienen dazu, dass du dich ausreichend entspannen kannst, um schließlich durch Meditationsübungen in deinen Geist einzutauchen und die tieferen, negativen Aspekte deiner mentalen Natur aufzulösen.

    Die Leitsätze sollen nicht deinen Lebensstil ändern und wir raten dir davon ab, dass du sie dir ständig aufzwingst. Erinnere dich einfach in deinem Alltag an sie. Ihre Anwesenheit wird dich von innen heraus, sozusagen aus deinen unterbewussten “Einstellungszentren”, unterstützen.”

     

    Quelle: Das Buch ‘A Systematic Course in the Ancient Tantric Techniques of Yoga and Kriya’  findest du auf satyamyogaprasad.net – der Artikel ‘Die Wissenschaft und Kunst der Entspannung’ beginnt ab Seite 29 und der Artikel ‘Die Grundursache von Anspannung’ ab Seite 58.

     

     

  • Offenheit

    Swami Satyananda: Versuche anderen Menschen gegenüber offener zu sein. Gib deinen wahren Gefühlen so oft wie möglich Ausdruck. Wenn wir versuchen, etwas zu sein, was wir nicht sind, und wenn wir versuchen, andere zu beeindrucken und unsere inneren Gefühle vor anderen zu verbergen, dann erleben wir umgehend mentale Spannung und Entfremdung. Dies verstärkt tendenziell unser Empfinden von “ich gegen den Rest der Welt”. Denke daran, selbst die unsensibelste Person kann bis zu einem gewissen Grad erkennen, wenn du versuchst etwas zu verbergen. Auch dann wenn du dein schlechtes Gewissen versteckst, denn auch sie könnte ein ähnlich schlechtes Gewissen zu verbergen versuchen.

    Fragen für das spirituelle Tagebuch
    • Konnte ich meinen Gefühlen heute Ausdruck verleihen? Bestimme einen Wert 1-10.
    • In welchen Momenten trage ich eine Maske und stelle ein falsches Bild meines Innenlebens dar?
    • Bei welchen Gefühlen gelingt es mir einfach sie zu zeigen?
    • Welche Gefühle bereiten mir Schwierigkeiten sie auszudrücken?
    • Mit welchen Menschen fällt es mir leicht meine Gefühle zu teilen?
    • Wie fühle ich mich, wenn ich meine Gefühle/Emotionen mit Anderen geteilt habe?
    • Spüre ich es auf körperlicher Ebene, wenn ich meinen Gefühlen/Emotionen keinen Ausdruck verleihen kann?
    • Setze dich einen Moment still hin, schliesse die Augen und erinnere dich an eine Situation, in der du deine Gefühle nicht kommunizieren konntest. Stelle dir dann so real wie möglich vor, wie du in derselben Situation, mit vollem Selbstvertrauen deinem Gefühl Ausdruck verleihst.

    Erinnere dich an Swami Satyanandas Worte: “Die Leitsätze, die wir formuliert haben, sind nicht belehrend gemeint. Sie sind ein Mittel zum Zweck. Um es nochmals zu betonen, es sind Vorschläge, mit denen du beginnen kannst, deine Einstellung zu Lebenssituationen bewusst zu ändern. Sie dienen dazu, dass du dich ausreichend entspannen kannst, um schließlich durch Meditationsübungen in deinen Geist einzutauchen und die tieferen, negativen Aspekte deiner mentalen Natur aufzulösen.

    Die Leitsätze sollen nicht deinen Lebensstil ändern und wir raten dir davon ab, dass du sie dir ständig aufzwingst. Erinnere dich einfach in deinem Alltag an sie. Ihre Anwesenheit wird dich von innen heraus, sozusagen aus deinen unterbewussten “Einstellungszentren”, unterstützen.”

     

    Quelle: Das Buch ‘A Systematic Course in the Ancient Tantric Techniques of Yoga and Kriya’  findest du auf satyamyogaprasad.net – der Artikel ‘Die Wissenschaft und Kunst der Entspannung’ beginnt ab Seite 29 und der Artikel ‘Die Grundursache von Anspannung’ ab Seite 58.