Swami Satyananda: “Identifiziere dich nicht vollständig mit deinen Handlungen, deinem Körper oder deinem Verstand. Auch wenn du versuchst, deinen Verstand zu verändern, ist er nur ein Teil von dir. Er ist nicht dein Bewusstsein, der Beobachter, der alle Ereignisse sieht, die in deinem Leben geschehen. Die meisten von uns identifizieren sich vollständig mit dem Verstand und dem Körper. Wir ignorieren das Bewusstsein, das hinter all dem, was wir tun, liegt. Klären wir unseren Geist und Körper, beginnen wir dieses zugrundeliegende Bewusstsein zu erkennen und uns mit ihm zu identifizieren.”
Fragen für das spirituelle Tagebuch
• Wie gut ist es mir heute gelungen, ein neutraler Beobachter zu sein? Bestimme einen Wert 1-10.
• In welchen Bereichen meines Alltags gelingt es mir einfacher, wertfrei zu beobachten?
• Wie wirkt sich die Beobachter Haltung auf mein mentales/emotionales Befinden aus?
• Setze dich einen Moment hin, schliesse die Augen und erinnere dich an einen Moment, in dem du Frieden und Stille erfahren hast. Lass diese Stimmung nochmals lebendig werden, bis sie dein ganzes Wesen einnimmt.
Erinnere dich an Swami Satyanandas Worte: “Die Leitsätze, die wir formuliert haben, sind nicht belehrend gemeint. Sie sind ein Mittel zum Zweck. Um es nochmals zu betonen, es sind Vorschläge, mit denen du beginnen kannst, deine Einstellung zu Lebenssituationen bewusst zu ändern. Sie dienen dazu, dass du dich ausreichend entspannen kannst, um schließlich durch Meditationsübungen in deinen Geist einzutauchen und die tieferen, negativen Aspekte deiner mentalen Natur aufzulösen.
Die Leitsätze sollen nicht deinen Lebensstil ändern und wir raten dir davon ab, dass du sie dir ständig aufzwingst. Erinnere dich einfach in deinem Alltag an sie. Ihre Anwesenheit wird dich von innen heraus, sozusagen aus deinen unterbewussten “Einstellungszentren”, unterstützen.”
Quelle: Das Buch ‘A Systematic Course in the Ancient Tantric Techniques of Yoga and Kriya’ findest du auf satyamyogaprasad.net – der Artikel ‘Die Wissenschaft und Kunst der Entspannung’ beginnt ab Seite 29 und der Artikel ‘Die Grundursache von Anspannung’ ab Seite 58.