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  • 17. Generosity – Großzügigkeit

    Synonyme: Güte, Mildtätigkeit, Freigebigkeit, Großherzigkeit, Zuvorkommen
    Symbolik: Prasad, das während einer Yajna gesegnet und verteilt wird

    Großzügigkeit kann entstehen, wenn wir lernen, bedingungslos und ohne Erwartungen zu geben. Der Akt des Gebens und Dienens wird frei von eigennützigen Motiven. Dann werden Dienen und Geben zu Quellen unserer Hochgefühle und wir beginnen uns in unseren Mitmenschen zu erkennen.

    Swami Satyananda sagte hierzu: „Wenn du Gott gnädig stimmen möchtest, musst du zu anderen großzügig sein. Du brauchst in keinen Tempel, keine Kirche oder Moschee zu gehen. Du brauchst weder Swami noch Yogi zu werden. Du musst auch nicht Asanas, Pranayamas oder Meditation üben. Tu einfach was auch immer du kannst, mit deiner ganzen Überzeugung, deinem Wissen, deinem Einfluss und all deiner Kraft, um denen, die leiden, den Schmerz zu lindern. Finde heraus, was deine Mitmenschen brauchen und hilf ihnen mit praktischen Schritten. Mit Geld alleine ist den Menschen nicht geholfen. Es gibt andere Wege sie zu unterstützen. Wahre Hilfe bedeutet Menschen zu fördern, damit sie ihre eigenen Kräfte und Fähigkeiten entwickeln können.“

    Fragen für das spirituelle Tagebuch:

    • Wann und wo halte ich mich beim Geben zurück? Was ist der Grund dafür?
    • Bei welchen Menschen fällt es mir leicht großzügig zu sein?
    • Wann und wo nutze ich meine Zeit zum Wohle anderer?
    • Wo und wie könnte ich andere mit meinen Fähigkeiten noch stärker unterstützen?
    • Habe ich heute durch Großzügigkeit einem Mitmenschen den Tag bereichert?

    Literaturempfehlung: Swami Sivananda’s 18 ITIES & the Practice of Pratyahara von Swami Sivamurti Saraswati

  • 18. Purity – Reinheit

    Synonyme: Tugendhaftigkeit, Klarheit, Unschuld, Unberührtheit, Unbeflecktheit
    Symbolik: Tautropfen in einer Lotusblüte

    Grosszügig zu geben und bedingungslos zu dienen klären das Herz, entfalten die Persönlichkeit und ermöglichen unserem wahren Selbst, sich zu offenbaren. Sind wir fähig, durch die Gegenwart unseres höheren Selbst die Welt zu erfahren, erleben wir die gesamte Schöpfung in vollkommener Reinheit.

    Swami Sivananda sah das Göttliche in allem und jedem. Egal was oder wer ihm begegnete, er erkannte die Gegenwart Gottes. Ob Tier, Pflanze oder Mensch, alles erstrahlte für ihn im Licht Gottes. Die Fähigkeit Gottes Gnade in allem zu erfahren wird als Atmabhava bezeichnet. Sie entspringt einem Herzen, das frei ist von Eigennutz.

    Auch Kinder sind große Vorbilder. Sie glauben, vertrauen und lieben bedingungslos. Um die wahre Schönheit in unseren Mitmenschen zu erkennen, müssen wir so unschuldig und rein werden wie Kinder.

    Fragen für das spirituelle Tagebuch:

    • Wo habe ich heute über einen anderen Menschen geurteilt?
    • Welche Gedankenmuster waren dafür verantwortlich?
    • Wie würde ich diesen Menschen erleben, wenn ich ihn wertfrei betrachten könnte?
    • In welchen Situationen gelingt es mir ohne Vorurteile auf meine Mitmenschen einzugehen?
    • Wie erlebe ich meine Umwelt, wenn ich in meinen Mitmenschen das Positive sehe?

    Literaturempfehlung: Swami Sivananda’s 18 ITIES & the Practice of Pratyahara von Swami Sivamurti Saraswati

  • Bhavani Yoga

    Bhavani Yoga

    Bei Bhavani finden Yoga Kurse in Wien statt, mit zertifizierten Lehrern in drei Sprachen – Deutsch, Englisch und Bulgarisch. Unser Schwerpunkt ist, die Praktizierenden systematisch zu ermutigen und zu unterstützen, eine regelmäßige Yoga Praxis in ihren Alltag zu integrieren.

    Wir bieten wöchentliche Gruppen- oder 1:1 Yoga Kurse für alle Stufen, wöchentliches Mantra Singen und Kirtan, sowie Wochenend Workshops und Seminare mit international anerkannten Yoga Lehrern, die dir ermöglichen, dein Verständnis und deine Erfahrung zu vertiefen. Wir organisieren auch Retreats und Ashram Aufenthalte in Europa und Indien.

    Unsere speziellen Klassen mit meditativem Malen sowie Kirtan und Harmonium Unterricht fördern deine Innnere Verbindung und ermutigen dich zur Selbsterforschung und deine kreative Seite zu erweitern.

    Seit 2017 bieten wir Yoga Nidra Ausbildungen an, in Zusammenarbeit mit der Samatvam Yoga Schule aus Zürich, Schweiz.

  • Vishwambhari – Andrea Krenn

    Vishwambhari – Andrea Krenn

    Im Jahr 2001 absolvierte Vishwambhari eine Ausbildung zur Yogalehrerin in einem kleinen Ashram in Bangalore, einem damaligen Ausbildungsort der BSY. Seitdem unterrichtet sie Gruppen von AnfängerInnen und Fortgeschrittenen nach den Richtlinien der Satyananda Yoga Tradition. Bei Ashramaufenthalten in Rikhia und Munger sowie bei zahlreichen Seminaren vertiefte Vishwambhari ihre eigene Praxis und ihr Verständnis von Yoga. Zuletzt studierte sie an den Satyananda Yoga Academies in Europa, Australien und Amerika.

    Derzeit hat sie aus gesundheitlichen Gründen ihren Yoga Unterricht eingestellt.

  • Sannyasi Shraddhamani – Mira Yordanova

    Sannyasi Shraddhamani – Mira Yordanova

    Dem Beispiel meiner Mutter folgend, begann ich 2003, noch während meiner Schulzeit, Yoga zu praktizieren. Nach meinem ersten Besuch in Indien begann ich mit der yogischen Grundausbildung, den Yogic Studies, an der Satyananda Yoga Academy in Europa, gefolgt von einem Teacher Training Course an der Satyananda Yoga Academy Australasia.

    In der Zwischenzeit absolvierte ich einen sechsmonatigen Gurukul Lifestyle Kurs in Munger und Rikhia und vertiefte meine Erfahrungen und mein Wissen in verschiedenen Seminaren auf der ganzen Welt, sowie in unserer eigenen Yoga Schule Bhavani in Wien, wo ich nun seit mehreren Jahren unterrichte. Ich unterrichte auf Deutsch, Englisch und Bulgarisch.

    Außerdem absolviere ich gerade mein Lehramtsstudium für Physik, Psychologie und Philosophie an der Universität Wien und arbeite als Explainer in einem Science Center hier.

    Meine Interessen und Schwerpunkte im Yoga Unterricht liegen daher bei den Themen Yoga in der Schule und Yoga als unterstützendes Werkzeug im Alltag, Shatkarmas, Pranayama und Meditation, Yoga Nidra, Mantrasingen und Kirtan. Ich integriere auch philosophische und psychologische Elemente des Yoga und Aspekte, die eine Brücke zwischen östlichen und westlichen Traditionen schlagen.

    Ich helfe bei der Organisation von Yoga Seminaren und Workshops bei Bhavani in Wien, sowie bei Retreats und Ashram Aufenthalten in Europa und Indien.

  • Sannyasi Antarshuddhi – Nadeshda Stürzebecher

    Sannyasi Antarshuddhi – Nadeshda Stürzebecher

    Ich bin eine zertifizierte Kunst und Yoga Lehrerin. Ich habe an der Satyananda Yoga Academy in Europa und an der Satyananda Yoga Academy Australasia studiert, sowie bei RYE UK (Research on Yoga in Educaton).

    Im Jahr 2000 lernte ich Satyananda Yoga kennen, was mein Leben völlig veränderte. Seitdem bilde ich mich in Seminaren auf der ganzen Welt weiter und vertiefe meine Erfahrungen während meiner Aufenthalte in Yoga Ashrams. 2011 gründete ich das “Bhavani Yoga Center” in Wien und seither unterrichte ich dort nach dem Satyananda Yoga System.

    Ich unterrichte auf Deutsch, Englisch und Bulgarisch mit den Schwerpunkten Yoga für alle Stufen, Hatha Yoga – Shatkarmas, Anwendung von Yoga im Alltag, Yoga in der Erziehung, Malmeditation, Mantra Chanting und Kirtan. Ich organisiere Yoga Seminare, Workshops und Retreats und begleite Ashram Aufenthalte in Europa und Indien.

  • Allgemeine Erläuterungen zu Yoga

    Hinweis vom SYF Übersetzer-Team: Während den 20 Jahren, in denen Swami Satyananda Saraswati die Bihar School of Yoga in Munger aufbaute, reiste er auch unermüdlich um den Globus um Yoga zu verbreiten. Während unzähligen Vorträgen und Unterweisungen sprach er zu allgemeinen Themen des spirituellen Lebens und vermittelte Einsichten in die ursprünglichen Philosophien und Wissenschaften des Yoga, des Tantra und der Veden. Die folgenden Zitate stammen aus Satsangs dieser Zeit, während denen er auf direkte Fragen von Schülern, in seiner unnachahmlich, spontanen Art, antwortete. Sie werden mit freundlicher Genehmigung des Yogamagazines übersetzt und veröffentlicht.

    Folgende Zitate findest du im Yoga Magazin vom Februar 1977.

    Swamiji, was ist ein Ashram und welche Funktion erfüllt er für jemanden, der in der Gesellschaft lebt?

    Ashram ist ein Sanskritwort und bedeutet Ort für spirituelle und körperliche Arbeit. Ein Ashram ist darauf ausgerichtet, dass sich Schüler und Bewohner mit grosser körperlicher und mentaler Energie darum bemühen, ihr Karma abzuarbeiten.

    Der Geist ist unruhig, und wenn du viele Yoga Übungen machst ohne durch den Prozess von Karma Yoga zu gehen, dann entstehen viele mentalen Probleme. Daher wurde vor langer Zeit das Ashramsystem entwickelt, um den Schülern und Bewohnern die Möglichkeit zu geben, mit ihrem Guru in einer Gemeinschaft zu leben und ihre mentale, intellektuelle, emotionale und körperliche Energie in Form von Arbeit auszudrücken. Natürlich besteht diese Tradition nicht mehr so wie in früheren Zeiten, aber wir versuchen, insbesondere ich selbst, sie wieder aufleben zu lassen. Ich habe meine Ashramleute auf der ganzen Welt gebeten, ihre Ashrams in einer Weise zu organisieren, damit spirituell gesinnte Menschen dorthin gehen und einige Zeit bleiben können, um die Wirrungen und Einengungen von Karma zu beruhigen.

    Ashramleben ist ein wichtiger Schritt in Richtung höhere, spirituelle Meditation. Ashramleben gibt dir die Gelegenheit, das Nicht-Anhaften zu üben. Ashramleben bietet dir ausserdem die Möglichkeit und Vorstellung davon, dass das Leben mit viel mehr Einfachheit geführt werden kann, als wir es momentan für möglich halten.

    In jedem Ashram sind die wichtigen Elemente der Guru, der Schüler (shishya) und die Beziehung zwischen den beiden. Der Guru und die Schüler bilden den Ashram. Die Schüler streben danach, den höchsten Gipfel im spirituellen Leben zu erreichen. Wenn sie mit geistiger Unruhe konfrontiert werden, kommen sie in den Ashram, bleiben eine Weile und kehren dann in ihr normales Leben zurück und praktizieren ihre spirituellen Übungen mit absoluter Regelmässigkeit, Vertrauen und Hingabe.

    Ich finde, dass die Erkundung der spirituellen Ebene leichter ist für introvertierte
    Persönlichkeiten als für extrovertierte Menschen, die dazu neigen, ihre Energie auf
    andere zu richten. Welche passenden Methoden bietet Yoga für beide Persönlichkeiten?

    Gut, soweit meine persönliche Erfahrung reicht, ist spirituelle Erkenntnis oder spirituelles Bewusstsein schnell greifbar für eine Person, die über ein extrovertiertes Naturell verfügt. Menschen, die introvertiert sind, werden es sehr schwierig finden, die Achtsamkeit aufrecht zu erhalten, diesen ununterbrochenen Fluss von Achtsamkeit, der während der Meditation benötigt wird. Daher machen wir die Menschen in Yoga und im Ashramleben extrovertiert, sogar diejenigen, die von Natur aus introvertiert sind. Wir erwecken und erweitern den Umfang ihrer sensorischen Aktivitäten. Wir geben ihnen Übungen, durch die sie alle fünf Sinne, Tastsinn, Sehsinn usw. entwickeln. Die Sinneswahrnehmungen müssen empfindsamer werden.

    Der Yogi wird an einem bestimmten Punkt in seiner Evolution sehr extrovertiert. Ich meine damit nicht, dass er sich den Sinnenfreuden hingibt, aber er wird sich allem bewusst, was sich aussenhalb befindet und durch die Sinne empfangen oder verstanden werden kann. Daher glaube ich persönlich, dass die Menschen, deren Sinne extrovertiert sind, diesen spirituellen Punkt schneller erreichen können als introvertierte Menschen. Diejenigen, die von Natur aus introvertiert sind, werden ihre sensorischen Empfindungen nach aussen verlagern, sie entwickeln und empfindsamer machen müssen um sie dann wieder nach innen zu kehren.

    Introvertiertheit ist ein spiritueller Nachteil im Yoga. Wenn ich in unserem Ashram Sannyasins oder Schüler vorfinde, die von Natur aus introvertiert sind und von sich aus viel meditieren, dann halte ich sie davon ab. Ich sage ihnen: “Mach das nicht, denn du weisst nicht wie du den Geist beeinflussen kannst, und du weisst auch nicht, wie du den Geist kontrollieren kannst. Du gelangst von Natur aus spontan in einen Zustand der Introversion. Wenn dein Geist tief in sich versinkt, während du viel meditierst oder Japa machst, hast du die Fähigkeit und kennst du die Methode, um ihn da wieder herauszuholen?” Daher sollte der Geist nicht nach innen gerichtet werden, ausser er wurde zuerst nach aussen gerichtet. Introvertiertheit ist neurotisches Verhalten.

    Sie sprachen gestern darüber, den richtigen Yoga zu finden, der zum Individuum passt.
    Wie findet man ihn?

    Charakterbezogen kann die menschliche Bevölkerung in vier Gruppen eingeteilt werden: dynamisch, gefühlsbetont, mystisch oder rational.

    Niemand von uns ist ausschliesslich dynamisch, gefühlsbetont, mystisch oder rational. Einige von uns sind zum Beispiel vorwiegend dynamisch, aber wir alle haben auch Gefühle, mystisches Bewusstsein und Vernunft. Jene, die vorwiegend dynamisch sind, sollten Karma Yoga zu ihrem hauptsächlichen Sadhana machen, aber auch Bhakti Yoga, Raja Yoga und Jnana Yoga nutzen.

    Jene, die vorwiegend gefühlsorientiert sind, sollten Bhakti Yoga, den Yoga der Hingabe und Liebe, als ihre hauptsächliche spirituelle Übung annehmen, zusammen mit ein wenig Karma Yoga, ein wenig Raja Yoga und ein wenig Jnana Yoga.

    Jene, die vorwiegend mystisch veranlagt sind, sollten Raja Yoga annehmen und praktizieren, das ist der Yoga der Meditation, Konzentration, Einkehr und Samadhi. Aber daneben sollten sie auch Karma Yoga, Bhakti Yoga und Jnana Yoga als Teil ihres Sadhanas annehmen.

    Auf diese Weise müssen wir unser eigenes Temperament analysieren und entsprechend dieser Besonderheit des Naturell sollten wir einer der vier Yogas annehmen. Karma Yoga versteht ihr.
    Bhakti Yoga ist Hingabe, Singen, Japa, Gebete und so weiter. Raja Yoga ist Meditation, Kundalini Yoga, Kriya Yoga, Laya Yoga – alle das gehört zum Kapitel Raja Yoga. Jnana Yoga ist Kontemplation, der Yoga der gründlichen Selbsterforschung.

    Wie beeinflusst Mantra den Geist?
    Mantra wirkt auf das Unterbewusstsein und entlädt die tieferliegenden Schichten des Karma,
    und bringt dadurch die Symbole deines tieferen Bewusstseins an die Oberfläche. Es reinigt den mentalen Bereich und befreit dich von psychischer Ablenkung im höheren Meditationsstadium. Darin liegt seine Wichtigkeit. Natürlich, Mantra erzeugt Konzentration, aber seine allerwichtigste Funktion ist es, den gesamten Bereich des Bewusstseins zu reinigen.

    Wenn du meditierst, wirst du von Gedanken und später von psychischen Visionen unterbrochen. Diese Unterbrechungen können durch einen kontinuierlichen Prozess von Japa und Mantra beseitigt werden. Je mehr du Mantrarezitation übst, desto mehr sicherst du dir eine absolute und ununterbrochene Meditation.

    Was ist der Unterschied zwischen Unterdrückung und Kontrolle?
    Unterdrückung steht im Widerspruch zu deiner eigenen Persönlichkeit, du bist mit dir selbst nicht im Einklang. Bei Kontrolle jedoch stimmen beide Elemente deines Geistes überein. Wenn ich mich selbst kontrollieren möchte, bin ich mit mir selbst völlig im Einklang, in Toto. Beim Unterdrücken allerdings, möchte ich etwas nicht und tue es dann trotzdem. Das ist der grundlegende Unterschied zwischen Unterdrückung und Selbstbeherrschung.

    Swamiji, ich finde, ich bin unruhig, wenn ich arbeite. Was kann ich tun?
    Ich glaube, du magst deine Arbeit nicht. Wenn du Freude an deiner Arbeit haben möchtest, musst du sie zu einem Teil deines spirituellen Lebens machen, einem Teil von Sadhana, einem Teil von Yoga.

    Wenn du die Arbeit, die du machst, nur als einen Weg betrachtest, um Geld zu verdienen, dann kann ich dir sicherlich gegen diese Unruhe helfen. Während der Zeit, in der du arbeitest, solltest du dich auf deine Arbeit konzentrieren, aber wann immer du ein wenig Zeit hast, oder eine Arbeitspause, solltest du dein Mantra wiederholen. Und jeden Morgen solltest du ein wenig mehr Pranayama machen, und mit dem Pranayama den Atem ein wenig anhalten, oder Kumbhaka.

  • Pratyahara

    Wenn der Geist sich von den Wahrnehmungs- und Handlungsorganen (Indriyas) löst, erleben
    wir mentale Abstraktion. Wenn die Indriyas die Objekte loslassen, verwandeln sie sich in die
    Materie des Geistes und nehmen dessen Form an. Sie werden in die Bereiche des Geistes
    zurückgezogen. Dies wird als Pratyahara oder Abstraktion bezeichnet. Wenn die Indriyas den
    zugehörigen Objekten entzogen werden, ist es Indriya-Pratyahara.

    Pratyahara ist ein weitgefasster, allgemeiner Begriff, der die Komponente Dama enthält. Dama
    bewirkt das Zurückziehen der Indriyas. Diese Wirkung wird als Pratyahara bezeichnet. Wenn
    du durch Yoga bewusst und willentlich Pratyahara erzeugst, wenn du den Geist bewusst mit
    den Sinneswahrnehmungen verbinden oder ihn von diesen lösen kannst, dann hast du eine
    wirklich grosse Regulierungsfähigkeit bezüglich des Geistes erlangt. Du kannst dann jederzeit
    die nach aussen gerichteten Tendenzen oder die nach aussen strebenden Kräfte des Geistes
    überprüfen. Pratyahara ist das Sprungbrett zum inneren spirituellen Leben. Jene, welche
    Pratyahara meistern, können ihren Geist ziemlich bereitwillig für einen längeren Zeitraum
    fokussieren. Wenn Pratyahara gemeistert wird, folgen automatisch Dharana und Dhyana.
    Ein Yoga Aspirant muss hart dafür arbeiten, Pratyahara zu meistern. Dafür ist vollkommenes
    Vairagya unabdingbar. Dies kann dir nach Jahren des stetigen und unermüdlichen Bemühens
    gelingen. Im Yoga Sutra des Weisen Patanjali steht geschrieben (2:55):

    Tatah parama vasyatendriyanam

    Durch Pratyahara erlangt man die höchste Meisterschaft über die Sinnesorgane.

    Was getan und was gelassen werden sollte

    Ist Pratyahara gemeistert, sind alle Organe unter perfekter Kontrolle. Während einer Phase des
    Sadhana ist es wichtig die fünf folgenden Punkte mit Sorgfalt einzuhalten: gehe nicht viel unter
    Menschen, spreche nicht viel, gehe nicht viel herum, esse nicht viel, schlafe nicht viel.

    Wenn du dich viel unter Menschen begibst, wird der Geist aufgewühlt. Häufiges Reden
    zerstreut den Geist. Übermässiges Herumgehen verursacht Erschöpfung und Schwäche.
    Zuviel Essen bewirkt alasyaand tandri, Faulheit und Schläfrigkeit.

    Wenn du die Zügel der Pferde unter Kontrolle hast, wird die Reise sicher sein. Die Indriyas sind
    die Pferde. Wenn du die Sinne effizient unter Kontrolle hast, kannst du auf dem Weg hin zu
    Moksha eine sichere Reise erleben. Indriyas sind ohne die Hilfe des Geistes wirkungslos. Der
    Geist ist ihr Herr und Gebieter.

    Du findest das Original auf: http://www.yogamag.net/archives/2016/bfeb16/prat.shtml 

  • Happinez Yoga Fribourg

    Happinez Yoga Fribourg

    In der Happinez Yogaschule bieten wir seit über 10 Jahren Yoga Erfahrung in der ganzheitlichen und tiefgründigen Bihar / Satyananda Yoga Tradition an.

    Im Herzen der gemütlichen Altstadt von Freiburg, erwartet dich ein stiller Yogaraum auf ca. 60m2 wo dich ein 100% holistisches und komplettes Yoga erwartet. Anfänger bis langjährige Yogapraktizierende sind herzlich willkommen. Wir bieten Gruppen- und Privatkurse, Yoga Seminare und vieles mehr an.

     

  • Samatvam Yogaschule Zürich

    Samatvam Yogaschule Zürich

    Seit 2008 bietet Samatvam Yogaschule reguläre Klassen, vertiefende Yogakurse, Workshops, Seminare, Yoga Retreats und Reisen nach Indien, in die Ashrams in Munger (BSY) und Rikhiapeeth, an.

    Im Jahr 2011 wurde das Angebot mit den drei Ausbildungs-Modulen zu den wichtigsten Techniken der Satyananda Yoga Tradition erweitert:

    Pawanmuktasana & Surya Namaskara
    Grundlagen in Pranayama & Pratyahara-Meditation
    Satyananda Yoga Nidra®.
    Alle Yogalehrer unterrichten nach den Richtlinien der Bihar Yoga – Satyananda Yoga Tradition. Es ist uns ein Anliegen die integrale Yoga Lehre unverfälscht und autentisch zu vermitteln.

    Samatvam Yogaschule Zurich
    Ewa Gyanshakti Keller Heusser & Urs Anandaratna Keller
    Kronenstrasse 37
    8006 Zurich
    0041 79 694 98 12
    info@samatvam.ch