Schlichtheit

Es ist wichtig für dich zu verstehen, dass während deiner Entwicklung im Yoga, das Üben
immer schlichter werden sollte. Wenn du mit Yoga beginnst, dann kann dein Üben durchaus
komplex sein. Zu diesem Zeitpunkt erlernst du Yoga, deshalb gehst du durch die ganze Palette
von Techniken. Das ist der Lernprozess. Wenn es jedoch um das persönliche Sadhana geht,
dann brauchst du keine komplexe Auswahl an Yoga Übungen, sondern einfache, welche die
Kräfte in Körper und Geist neu ausrichten und ausgleichen.

Die Schlichtheit in den Asanas bezieht sich auf die Wahl der Übungen in Anbetracht der
Bedürfnisse des Körpers. In der Regel braucht dein Körper nur einige Grundbewegungen:
Dehnen und Strecken, wie in Tadasana; um die eigene Achse drehen, wie es in Kati
Chakrasana geschieht; seitliches Beugen, wie in Tiryaka Tadasana; Vor- und Rückbeugen, wie
es in Surya Namaskara geschieht. Wenn dein Üben diesen Bewegungsumfang abdeckt, ist
das für einen normal Praktizierenden ausreichend.

 

Link zum Yogamag (August 2019)