Äußerer Yoga – Innerer Yoga

Als Sri Swamiji die Bihar School of Yoga gründete, entwickelte er ein System des äußeren und
inneren Yoga. Der äußere Yoga ist als Bahiranga Yoga und der innere Yoga als Antaranga Yoga
bekannt. Äußerer Yoga wird geübt, um die Qualität von Körper und Geist, sowie den Ausdruck
der Sinne und das Verhalten zu verbessern. Es ist die persönliche Bemühung, die man
aufbringt. Innerer Yoga dagegen ist eine Haltung, die kultiviert wird und die Veränderung, die
man in seine Ideen und in die eigene Wahrnehmung bringt. Diese Veränderung basiert auf
persönlicher Erfahrung und Verständnis und auf der eigenen Praxis.

Im äußeren Ausdruck von Yoga bereitet man sich vor, entwickelt sich und richtet sich aus.
Sobald der äußere Ausdruck angepasst und Disziplin für Körper und Gedanken erlangt sind,
und sobald die Emotionen durch eine Serie von nachhaltigen Übungen harmonisiert sind,
erfährt der Geist ein neues Verständnis. Mit diesem neuen Verständnis beginnt man
harmonisch, friedlich und kreativ zu leben. In dem Moment, in dem dies geschieht, wird das
innere Selbst sanft. Es erfährt im radikalen Verhalten auf der Sinnesebene eine Veränderung
und realisiert seine reine Natur auf seelischer Ebene. Der äußere Yoga erlaubt einem Disziplin
über die Koshas zu erlangen und sich von der physischen, über die geistige, zur spirituellen
Dimension zu bewegen.

Sri Swami Satyananda definierte diese drei als Bahiranga Yoga: Hatha Yoga für Körper und
Prana, Raja Yoga für den Geist und Kriya Yoga für mannigfaltiges Erwachen des eigenen
Bewusstseins – um letztendlich die Strahlkraft des Selbst, von Bewusstsein zur Seele, zu
erfahren. Hatha Yoga ist für Annamaya Kosha und Pranamaya Kosha. Raja Yoga ist für
Manomaya Kosha, und Kriya Yoga für Vijnanamaya und Anandamaya Kosha. Diese drei Yogas
bilden die Disziplin, welche die menschliche Natur, die menschliche Persönlichkeit und die
menschliche Identität verwandelt.

Auch wenn jemand nur diese drei Yogas übt, ohne über Jnana, Karma oder Bhakti Yoga
nachzudenken, wenn jemand nur schon diese drei Yogas in sein Zuhause und sein tägliches
Leben integriert, dann ist das genug. Eine angemessene, korrekte und anhaltende Praxis
genügt. Hatha Yoga, Raja Yoga und Kriya Yoga bringen einen von Punkt A zu Punkt E, von
Annamaya zu Anandamaya. Sobald Sanyam im Leben erlangt ist, das äußerlich, physisch,
psychologisch und emotional ist, ändert sich das Verhalten des Geistes. Die natürliche Haltung
wird reiner und unverdorben. Der natürliche Ausdruck des inneren, strahlenden Verhaltens ist
als Bhakti Yoga, Jnana Yoga und Karma Yoga bekannt. Deshalb sollte man sich mit der
Natürlichkeit des Yogas und der Natürlichkeit des Lebens identifizieren

 

Du findest das Original im Yogamag.